FEDIelementar

Fragebogen zur Erfassung subjektiver Definitionen von Inklusion

David Scheer
David Scheer
Erstellt am 29.09.2022. Arbeitsbereiche: Inklusion über die Lebensspanne, .

Wie hilft dieses Projekt, Inklusion erfolgreich umzusetzen?

Ziel des Projekts ist es, ein Instrument zur Verfügung zu stellen, mit dem…

  1. …Teams in Kindertageseinrichtungen ihr Verständnis von Inklusion reflektieren und im Diskurs weiterentwickeln können.
  2. …Fortbildner:innen und Organisationsberater:innen KiTa-Teams bei der Entwicklung eines inklusiven Leitbilds unterstützen können.
  3. …Forschende analysieren können, wie sich das subjektive Verständnis von Inklusion auf die Umsetzung vor Ort (oder auf Einstellungen, Selbstwirksamkeit etc.) auswirkt.

Bei der Umsetzung innovativer Ansätze für Inklusion in Bildungseinrichtungen werden gemeinsam geteilte Ideen und Visionen als ein wichtiger Motor für gelingende Entwicklungen gesehen. Dazu gehört auch das Inklusionsverständnis der beteiligten Akteure. Aber…

  • …wie lässt sich feststellen, wie ähnlich oder unähnlich die Vorstellungen innerhalb des Teams sind?
  • …wie kann das Ausmaß an (Un-) Ähnlichkeit zum Ausgangspunkt für gewinnbringenden Diskurs in der Gruppe gemacht werden?
  • …wie lassen sich individuelle (subjektive) Inklusionsverständnisse für die empirische (Evaluations-) Forschung erfassen?

Mit dem Fragebogen zur Erfassung subjektiver Definitionen von Inklusion, kurz FEDI (Egener et al., 2019; Artikel hier unter freier Lizenz verfügbar), liegt ein theoretisch fundierter und empirisch evaluierter (siehe Scheer et al., 2020; Artikel hier unter freier Lizenz verfügbar) Fragebogen vor, der sich sowohl für den Einsatz in der Schulentwicklungspraxis als auch in der Forschung einsetzen lässt.

Im Projekt FEDIelementar wird dieses ursprünglich eher schulbezogene Instrument für den Bereich der Elementarbildung (Kindertagesstätten) angepasst und die Anpassungen empirisch überprüft.

Wie stellt dieses Projekt einen Praxisbezug her, bzw. ermöglicht die Partizipation von Anspruchsgruppen?

Die Initiative für das Projekt geht von einem KiTa-Trägerverband aus, der seine Einrichtung verstärkt in Richtung Inklusion entwickeln möchte. Zur gezielten Planung von Fortbildungen in den einzelnen Regionen sollten die aktuellen Sichtweisen der Fachkräfte erhoben werden. Dabei stellte sich die Herausforderung, dass der FEDI im Original eher schulbezogen ist – eine Adaption muss also her. Der Träger wandte sich daher mit der Bitte um ein Kooperationsprojekt an die weiteren Projektbeteiligten aus der Universität Leipzig und pädagogischen Hochschule Ludwigsburg, die bereits an der Ursprungsversion maßgeblich beteiligt waren.

Darüber hinaus sind weitere Akteure aus der Praxis herzlich eingeladen, (a) mit dem fertigen Bogen zu arbeiten oder sich (b) als weitere Beteiligte dem Kooperationsprojekt anzuschließen.

Wie stellt dieses Projekt einen Wissenschaftsbezug her, bzw. ermöglicht die Partizipation von Forschenden?

Der KiTa-Trägerverband als Akteur aus der Praxis hat sich bewusst das Forschungsteam mit ins Boot geholt, um eine wissenschaftlich fundierte Adaption des Fragebogens zur Nutzung zu bekommen. Das Forschungsteam kann die im Rahmen der Evaluation erhobenen Daten anonym wissenschaftlich weiternutzen und anderen Forschenden zur Verfügung stellen. Das Projekt ist auch hier offen für Kooperationen, z.B. für internationale Adaptionen oder Adaptionen auf andere Kontexte (z.B. Hochschullehre, Sportvereine, Kommunen, etc.).

Arbeitsbereiche: Inklusion über die Lebensspanne, .
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David Scheer

David Scheer

Kernteam des Innovation Hub INKLUSION

David Scheer stieß Oktober 2021 zum Team des Sekretariats dazu, um einerseits beim Aufbau und der Weiterentwicklung des Innovation Hub INKLUSION aktiv Mitverantwortung zu übernehmen und andererseits die Netzwerkbildung im süd- und südwestdeutschen Raum zu koordinieren. Er ist seit dem 1.10.2021 Professor für Pädagogik und Didaktik im sonderpädagogischen Förderschwerpunkt Lernen an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg. Zuvor war er Juniorprofessor für Inklusive Bildung an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Seine Interessensgebiete liegen in den Bereichen inklusiver Schulentwicklung, Implementation sonderpädagogischer Unterstützung in der allgemeinen Schule, Lernverlaufsdiagnostik / Progress Monitoring sowie inklusionsorientierter Lehrkräftebildung.