Bericht vom Schüler:innenworkshop zur Entwicklung einer inklusiven Jobvermittlungsplattform

Nina Kelm
Nina Kelm
Erstellt am 23.06.2023. Arbeitsbereiche: Digitalisierung und Inklusion, . Inklusion über die Lebensspanne, .

Am 05.06.2023 fand der erste Schüler:innen-Workshop zur Entwicklung einer inklusiven Jobvermittlungsplattform statt. Die Gruppe setzte sich aus 13 Schüler:innen der Klassen 8-9 und ihren Lehrkräften aus drei verschiedenen Chemnitzer Schulen, zwei Sekretariatsmitgliedern des Innovation Hub Inklusion sowie einer studentischen Hilfskraft der Universität Leipzig zusammen.

Nach einem ersten organisatorischen Arbeitstreffen in Präsenz mit Arbeit und Toleranz e. V., welches Anfang Mai stattgefunden hatte, sollten nun die Schüler:innen als potentielle Nutzer:innen einer inklusiven Jobvermittlungsplattform zu Wort kommen. Sie arbeiteten dazu in Kleingruppen zusammen und orientierten sich hierbei an der Methode des Design Thinking: In verschiedenen Phasen betrachteten sie neue Perspektiven zu den Themen „Einen Job finden“, sowie „Eine App zur Jobsuche verwenden“ und versuchten, ein Gestaltungsproblem zu definieren, das es in darauffolgenden Phasen zu lösen galt. Als Probleme wurden unter anderem fehlende Ansprechpersonen, Möglichkeiten zur Assistenz sowie unübersichtliche Bewerbungsplattformen empfunden. Wichtig war hierbei auch der Austausch zwischen den Gruppen, sodass die Schüler:innen neue Personen und neue Sichtweisen kennenlernen konnten. Die Gruppen entwickelten Lösungsideen, mit welchen sie auch die möglicherweise verborgenen Bedürfnisse der Personen zu lösen versuchten und stellten sich ihre Entwürfe gegenseitig vor. Die Person, für welche die Lösung entwickelt worden war, durfte diese nun bewerten. Des Weiteren arbeitete die Gruppe gemeinsam offene Fragen und neue Ideen zur Problemlösung heraus.

In der Nachbesprechung wirkten die meisten Schüler:innen positiv gestimmt und nutzen die Gelegenheit, um den Workshopverantwortlichen Feedback zu geben. Der Prozess sei für einige Schüler:innen zeitweise als etwas ungewohnt und verwirrend empfunden worden, insgesamt sei es jedoch interessant und bereichernd gewesen, auch einmal mit fremden Personen zu sprechen und deren Wünsche und Bedürfnisse zum Thema „Jobsuche“ zu erfahren.

Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für den aufschlussreichen Austausch und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit.

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Nina Kelm

Nina Kelm

Wissenschaftliche Hilfskraft im Innovation Hub INKLUSION

Nina Kelm ist wissenschaftliche Hilfskraft an der Universität Leipzig und unterstützt den Innovation Hub INKLUSION seit Januar 2022. Sie interessiert sich für die Themen Inklusion und inklusive Bildung, Design-Based Research sowie Stereotype Threat. Aktuell arbeitet sie an ihrer Dissertation im Bereich der inklusiven Schulentwicklung.